RedeÜberWege

Folge Zwei: Fritjof Hufeland

Sonntag, den 19.07.2020

In der zweiten Folge sprach ich mit dem Finanzberater Fritjof Hufeland, der sich mit seinem Unternehmen “hufelandfinanz GmbH” selbstständig machte. Ich finde es selbst immer wieder spannend, mir die Gespräche im Nachhinein anzuhören, da ich oft beim interviewen viel zu sehr in meinem Element bin, um wirklich darüber nachzudenken, was ich eigentlich über den Weg und die Entscheidungen, die er für sich getroffen hat, denke.

Versteht mich nicht falsch; es soll in diesem Podcast ja nicht darum gehen, dass ich irgendjemandem “be -oder verurteile” für die Entscheidungen, die derjenige für sein Leben getroffen hat, allerdings möchte ich ja dazu anregen, darüber nachzudenken, was man eigentlich selbst will.

Also welche Gedanken habe ich aus diesem Gespräch mitgenommen? Ich denke, dass ich mir nicht vorstellen könnte selbst einmal Finanzberaterin zu werden, allerdings konnte er sich das, um ehrlich zu sein, ja auch nie wirklich vorstellen und ist dann da einfach so reingerutscht. Also auf welche Abzweigungen werde ich wohl in meinem Leben treffen, die ich heute nicht mal ansatzweise in meinem Kopf habe?

Das Gefühl was er beschreibt, dass er aus dem Medizinstudium einfach weg wollte und es ihn ins Ausland gezogen hat, kann ich nur allzu gut nachvollziehen… Und ich glaube er hat einen ganz wichtigen Punkt angesprochen, dass man sich von gesellschaftlichen Normen abzweigen muss und lieber auf sich selbst hören sollte. Die Berufswahl ist viel zu wichtig, um auf irgendeine “gesellschaftliche Norm” zu hören und wenn man das Gefühl hat das Medizinstudium, wofür man eigentlich so hart gekämpft hat, ist doch nichts für einen, sollte man dann wirklich weitermachen, nur weil man es jetzt eh schon angefangen hat und das gesellschaftlich “angesehen” ist. Lohnt es sich wirklich sein Leben in etwas zu investieren, wovon man selbst nicht richtig überzeugt ist? Worauf man eigentlich keine Lust hat?